Der April

Nach einiger Zeit melde ich mal wieder. Ich weiß es ist lange her, aber der Stress durch die neue Uni, den Umzug nach Mainz, dem Training und den Rennen zwischendrin war sehr groß. Nun bin ich aber angekommen und kann euch von den Rennen des Aprils berichten.

Nach Taiwan ging es direkt zu zwei Rennen in die Benelux Staaten. Kattekoers und Lichtervelde standen auf dem Plan. Kattekoers war nur 3 Tage nach der Landung aus Taiwan womit meine Erwartungen nicht all zu groß waren, jedoch konnte ich vorne mitfahren und mich in der ersten Gruppe behaupten. Leider alleine vom Team, womit ich die zahlreichen Attacken nicht mitgehen konnte und somit mit dem Feld ins Ziel kam.

Das nur fünf Tage später stattfindende UCI 1.1 Rennen in Lichtervelde lief dann gar nicht mehr so gut. Die Beine waren schwer und auf der Windkante nach knapp 50 km war dann auch das Rennen gelaufen.

Daraufhin folgten kleinere Rennen wie Nortorf, Ascheffel, Uedem und Steinfurt bei denen ich einige Akzente setzen und dem Team helfen konnte, jedoch kein zählbares Ergebnis (für mich) bei rum kam.

 

Dann stand einer meiner Saisonhöhepunkte an. Rund um Köln. 200 km rund um Köln. Ein Highlight. Ich nahm mir viel vor und fuhr so von Anfang an konzentriert im vorderen Teil des Feldes. Somit war ich auch in der ersten Gruppe als sich das Feld nach einem Sturz teilte. doch die Gruppe rollte nicht wie gewünscht und ich attackierte mehrere Male.

Irgendwann klappte es dann und Ich fand mich in einer dreiköpfigen Spitzengruppe wieder. Wir fuhren lange durchs bergische Land und ich wurde immer wieder angefeuert. Es ist schon was Besonderes wenn das TV Moped hinter dir fährt und viele am Streckenrand stehende deinen Namen brüllen. Doch einen Nachteil hat es auch: Alle sehen wann deine Zeit gekommen ist. Als bei mir irgendwann die Krämpfe anfingen und ich meine beiden Mitreißer wohl oder übel ziehen lassen musste sah es ganz Radsport-Deutschland. Ich fiel ins Feld zurück. Dort fuhr ich bis zum Bensberger Schloss, wo ich leider auch das Feld ziehen lassen musste und so mit knapp 6 Minuten hinter dem Sieger auf Platz 97 ins Ziel kam. Durch meine Fluchtgruppe wurde ich zweiter in der Sprintwertung, doch dies steht am Ende in keinem Palmares ….

 

Hier das Video: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/sport_im_westen/videosportimwestenrundumkoeln100_content-long.html

Jetzt geht es nach Cadolzburg und danach zum keine 40 km von hier entfernten Klassiker nach Frankfurt. Die Motivation ist gut und die Chance zu einem guten Ergebnis ebenfalls. Bis dahin …..